Reportage: Biosprit macht Lebensmittel teuer - von Peter Grimm und Frank Wolfgang Sonntag
Weitere Widersprüche: Raps wird zur Kraftstoffgewinnung subventioniert. Die steigenden Lebensmittelpreise haben eine Ursache, die nur wenig bekannt ist: Getreide und Rapsöl werden zunehmend für Biosprit eingesetzt, weil dort höhere Preise zu erzielen sind. Nur: Die Umweltbilanz dieser »Umweltkraftstoffe« ist wesentlich schlechter als die fossiler Brennstoffe. Seit Wochen sind steigende Lebensmittelpreise wieder ein Thema in Deutschland. Nicht nur bei Billiganbietern, sondern überall. Die Verbraucher sind sauer und verunsichert. Umfrage ?Ich hab mich gerade gewundert, wieviel Geld ich jetzt bezahlt habe und habe mich geärgert.? ?Diese Preissteigerungen - ja, irgendwie läuft da was unrund, möchte ich mal sagen, bei der Politik.? ?Was mich wundert: Grundsätzlich ist, dass es Überproduktion gibt und subventioniert wird und die Preise trotzdem steigen. Das ist natürlich so spontan für den Endverbraucher schwer nachvollziehbar.? Die Wenigsten wissen, dass sie gerade wegen der Subventionen mehr bezahlen müssen. Denn die Fördergelder fließen zum Beispiel hierher, auf die Rapsfelder von Thomas Gutzmer, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Rackith in der Nähe von Wittenberg. Er baut außer etwas Futter für die Schweine kaum noch Nahrungsmittel an. Thomas Gutzmer, Landwirt: ?Der Raps ist traditionell eine Ölfrucht zur menschlichen Ernährung. In der Zwischenzeit geht natürlich über 80 Prozent des Öls in die Biodieselverwertung.? Hier in Rackith sind es sogar 100 Prozent. Denn das ist lukrativer als der Rapsanbau für Nahrungsmittel. ?Zusätzlich wird die Biodieselproduktion oder der Raps zur Biodieselproduktion von der EU noch mal mit zusätzlichen Programmen gefördert und diese haben wir natürlich ebenfalls ausgeschöpft.? mehr...
 
Widersprüche
politonline d.a. Zum Auftakt der UN-Vollversammlung hat Generalsekretär Ban Ki Moon soeben ein »Klima des Wandels« gefordert. Die Welt stehe in den kommenden Jahren vor einer »gewaltigen Reihe von Herausforderungen«, erklärte er am 25. 9. 07 vor den Vertretern der Mitgliedstaaten. Diese reichten vom Kampf gegen den Klimawandel und die Armut auf der Welt bis zu den Konflikten im Sudan und im Nahen Osten. Dieser Wandel sei notwendig, um gemeinsam den Problemen entgegenzutreten. »Ich erwarte, dass das kommende Jahr eines der schwierigsten in unser Geschichte wird«, sagte Ban. »Und ich bin mir sicher, dass wir es zusammen zu einem der erfolgreichsten machen können.« Frieden im Nahen Osten sei von grösster Bedeutung für die Stabilität der Region und der Welt. Dazu nötig seien ein Ende der Gewalt, ein Ende der Besatzung und die Schaffung eines palästinensischen Staates. Er versicherte ferner, man werde sich mit ganzer Kraft für »ein Ende der Tragödie in Darfur« einsetzen. Er forderte die sudanesische Regierung auf, wie zugesagt eine Waffenruhe umzusetzen und sich an Friedensgesprächen zu beteiligen. Den Irak bezeichnete Ban als ein »Problem der ganzen Welt«. mehr...
 
Machtspiele: VW kommt unter die Räder von Prof. H.J. Selenz
"Es geht bei diesem Streit nicht um Arbeitnehmerinteressen, sondern um Machtverteilung." Porsche-Betriebsratschef Hück bringt es auf den Punkt. Der öffentlich ausgetragene Streit mit seinem VW-Kollegen Osterloh beleuchtet den brutalen Machtkampf aus der Sicht der Arbeitnehmer. Die Vorarbeiter von Porsche und VW keilen sich in aller Öffentlichkeit. Informationsfetzen fliegen unkontrolliert durch die Presselandschaft. Die Nerven liegen blank. Der ehemalige Thaibox-Europameister Hück bezeichnet seinen VW-Kollegen als ?angeschlagenen Boxer?. ?So jemand ist dann unkontrolliert.? Osterloh rede ?wie ein Kapitalist?, wenn er sagt, ?eine Belegschaft von 324.000 Mitarbeitern sei mehr wert als eine mit 12.000.? Osterloh kocht, sieht sich seinerseits von Hück verraten und verkauft. Er und seine Kollegen wurden eiskalt über den Tisch gezogen. Inzwischen ist klar: die mysteriöse Heuschrecke, die an VW knabberte, hört auf den Namen Porsche. Damit erzeugte man Angst und Schrecken. Die Übernahme, die angeblich verhindert werden sollte, hatte man selbst angezettelt. Mehr als 31 % der Aktien hat Porsche bereits. Optionen auf weitere Anteile ebenfalls. Denn in Wirklichkeit geht es um viel mehr. Man will nicht nur die Aktienmehrheit. Porsche will VW vollständig schlucken. mehr...
 
Katastrophe und Hoffnung, die deutsche Ausgabe von Tragedy and Hope, New York 1966
Carroll Quigley (1910 - 1977), Ex-CFR-Mitglied, war vielleicht der überragendste amerikanische Historiker des letzten Jahrhunderts. Professor an der Georgetown University in Washington war er u.a. Lehrer Bill Clintons. Sein Hauptwerk "Tragedy and Hope" ist ein legendäres Buch. mehr...
 
Ein gnadenloser Krieg - Von Karin Leukefeld
In den ersten Augusttagen 2007 jährte sich zum 25. Mal die Belagerung und Zerstörung der libanesischen Hauptstadt Beirut durch israelische Truppen. Der sogenannte Sommerkrieg 2006 weckte bei Libanesen und Palästinensern traumatische Erinnerungen. Nur wenige Libanesen und kaum einer der 40?0000 palästinensischen Flüchtlinge im Libanon glauben daran, daß Frieden mit dem gnadenlosen Nachbarn Israel jemals möglich sein wird. »Frieden für Galiläa« nannte die israelische Regierung ihren Krieg gegen Libanon vor 25 Jahren. Die Invasion der israelischen Streitkräfte (IDF) begann am 6. Juni 1982. Ziel war die Vertreibung der PLO sowie der syrischen Truppen, die seit 1976 im Auftrag der Arabischen Liga im Libanon den Bürgerkrieg stoppen sollten. Die IDF hatte leichtes Spiel, die libanesische Armee wehrte sich nicht, und die syrische Armee stimmte schon am 11. Juni einem Waffenstillstand zu. Drei Tage später stand die IDF vor Beirut. Die Belagerung der Stadt begann am 1. Juli und dauerte 70 Tage. Strom und Wasser wurden abgestellt, israelische Marine und Artillerie starteten ein Dauerbombardement. Beirut, das »Juwel des Mittelmeers«, das »Paris des Mittleren Ostens« wurde systematisch zerstört. mehr...
 
Polittheater der Parteien
 
Was ausser den sich steigernden Kriegsdrohungen gegen den Iran sonst noch gegen das Land unternommen wird, zeigt der folgende Artikel:
 
Bilderberger contra Populist: Warum ein Schweizer Minister seinen Kollegen Blocher unter Faschismus-Verdacht stellt - von Gerard Menuhin
 
Aufschlussreiches zur Terrorhysterie: Das Märchen vom "Terror-Fritz" - Die angeblichen Bombenbauer von Oberschledorn taten ihr Möglichstes, um verhaftet zu werden. Von Jürgen Elsässer
 
Nicht nur der Terror scheint für uns programmiert zu sein: auch das Chaos
 
Soll die Schweiz wirtschaftlich eigenständig bleiben oder sich völlig dem Grosskapitalismus ausliefern?
 
Schweizer Neutralität ade: Partnerschaft für den Frieden und NATO-Geschäftspolitik der bundeseigenen Ruag
 
Fremdbestimmt - Politik-Werbung am Fernsehen - Von Ulrich Schlüer
 
Schweizer Neutralität ade: Partnerschaft für den Frieden und NATO-Geschäftspolitik der bundeseigenen Ruag
 
Zum Thema Terror:
 
Wo ist der Unterschied?
 
Offenes Schreiben an Bundesrat Moritz Leuenberger
 
Unsere Medienwelt
 
Zur geplanten Brüsseler Kundgebung gegen die Islamisierung Europas am 11. September - Minarettverbots-Initiative wird vorgestellt - Von Ulrich Schlüer 1
 
Institut Felsenegg - Gefahren der absoluten Volkssouveränität?
 
Der orthodoxe Schatz - Die Geschichte einer Erpressung - von Meron Rapoport
 
Warum ist die UNO eine despotische Einrichtung? Von Diethelm Raff
 
Referendum gegen die Agrarpolitik 2011 lanciert
 
Warnung vor Medienkampagne!
 
Rückblick auf die Junisession des Parlaments - Öffnet alle Schleusen- von Nationalrat Ulrich Schlüer, Flaach ZH
 
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